AfD BW | Kreisverband Göppingen

Leserbrief-NWZ-Göppingen: Eine neue Volkspartei


Leserbrief


zum Interview mit Christina Morina „Eine Art neue Volkspartei“ in der „NWZ“, S.3 vom 2.09.2019


Man fragt sich als Leser des Interviews mit der Ostdeutschen-Expertin Christina Morina aus welchem Hut die SÜDWEST PRESSE diese Expertin gezaubert hat.Zur politischen Wende 1989/90 war die gebürtige Frankfurterin/O erst 13-14 Jahre alt und erlebte die DDR aus der Sicht der Kinderorganisation „Junge Pioniere“. Sie studierte u.a. in Ohio(USA) und wurde an der Universität of Maryland promoviert, wo man bestimmt nicht zur Ostdeutschen-Expertin herangebildet wird.


Die Bielefelder Professorin läßt einen konkreten Bezug zu den Lebenswelten der enttäuschten Menschen in beiden mitteldeutschen Bundesländern in ihren Antworten vermissen. Sie bedient für die Erklärung der AfD-Wahlerfolge die immergleichen Klischees. Nach Meinung von Frau Morina ist die AfD „in Teilen verfassungsfeindlich“. Das bestimmt aber nicht eine linke Professorin, sondern noch die Verfassungsgerichte der BRD. Das jüngste Urteil dazu scheint der Expertin entgangen zu sein...


Aus ihrer Sicht ist die AfD eine Gauklerpartei, deshalb muss sie von der Machtbeteiligung in den Parlamenten ausgeschlossen werden. Wer grenzt hier welche Partei aus, fragt man sich als Demokrat?  Hier wird mit zweierlei Maß gemessen. Leider gibt die Expertin auch keine Antwort auf die Frage: Warum verdrängte über Nacht die AfD die jahrelange Kümmererpartei PDS/Linke in den strukturschwachen Regionen, den Kleinstädten und Dörfern?Wäre das nicht Wirkungsfeld unserer sozialdemokratischen Gerechtigkeitspartei (SPD) gewesen?Frau Morina behauptet, dass die Ostdeutschen nach 30 Jahren immer noch ein sicherheits- orientiertes Anspruchsdenken vom Staat haben.  Ja, das trifft vor allem bei vielen älteren Bürgern leider noch zu.  Bestimmt diese Mentalität nach staatlicher Fürsorge unsere ausländischen Neubürger etwa nicht?  Es ist doch bei uns selbstverständlich, dass die illegal Eingereisten die soziale Hängematte bis zum Abschluss des Integrationskurses nutzen und sich Praktikas und Ausbildungen von ehrenamtlichen Flüchtlingsbetreuern organisieren lassen. Immer mehr Kriegsflüchtlinge fahren jetzt in Heimaturlaub nach dem Irak und Syrien und kehren per Flieger wieder in das soziale Paradies Deutschland zurück.


Deutsche Rentner und Hartz IV-Empfänger dagegen können sich oftmals keinen Auslandsurlaub leisten, obwohl sie Jahrzehnte hart gearbeitet und Steuern gezahlt haben.


Ende 2018 erhielten 603.000 Schutz -und Hilfesuchende die Grundsicherung, obwohl sie erwerbs- fähig waren. Das läuft hier nicht unter Versorgungsmentalität, sondern unter Solidarität?!


Wenn der Staat, sprich die beiden SPD-Innenminister Schröter und Wöller in persona, aus Personal -und Kostengründen die Polizeiposten ausdünnt und osteuropäische Diebesbanden ungestört ihrem kriminellen Handwerk nachgehen können, sorgt das seit Jahren für Unmut im ländlichen Raum. Wenn Arztpraxen ohne Nachfolge aufgegeben haben, Krankenhäuser und Schulen schließen, fühlen sich die Brandenburger und Sachsen vernachlässigt von den Regierungsparteien CDU und SPD.Da hilft auch keine Parteienbindung mehr und eine mediale Meinungsmache gegen die AfD!


Nach Meinung der Ostdeutschen-Expertin Dr. Christina Morina konnten im Wahlkampf nur die Grünen den negativen Überzeugungen der AfD positive Tatkraft entgegensetzen und deshalb Stimmenzuwächse erzielen. Ob sie es zukünftig in neue Arbeitsplätze in den Braukohlenrevieren umsetzen können, werden die Öko-Aktivisten in den fragilen Dreierkoalitionen in Brandenburg und Sachsen erstmals unter Beweis stellen müssen.  Ältere deutsche Bürger aus Ost und West, die aktiv an der Wiedervereinigung Deutschlands mitgewirkt haben, wissen bis heute, das die Grünen gemeinsam mit der SED diese patriotische Aufgabe (s. Präambel des Grundgesetzes der BRD) abgelehnt haben.


Es bleibt also spannend in unserer bunten Republik.


05.09.2019,


 


 


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