Alternative für Deutschland - Baden-Württemberg

Das politisch gewollte Ausbluten der Helfenstein-Klinik

KV-GOEPPINGEN - 02.01.2021

Uns erreichte heute eine Zuschrift eines ehemaligen Angestellten der Helfenstein-Klinik in Geislingen. Der Inhalt deckt sich mit dem, was uns auch zuweisende Haus- und Fachärzte berichten.

Lesen Sie selbst:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Es freut mich sehr, dass Sie den Erhalt der Helfenstein-Klinik auf Ihre Fahnen geschrieben haben. Leider muss ich feststellen, dass von offizieller Seite der Alb-Fils-Kliniken die Situation der Helfenstein-Klinik einseitig und auch nur teilweise dargelegt wird.

Daher möchte ich Ihnen die Dinge am Beispiel der „Personalknappheit“ aus meiner Sicht (einem ehemaligen Mitarbeiter der Helfenstein-Klinik) schildern und hoffe, dass Sie diese Fakten zur Kenntnis nehmen und in Ihre Argumentation einschließen können: 
Als einen wichtigen Grund für die Schließung der Helfenstein-Klinik wird angeführt, dass dort Personalmangen herrsche und dass deshalb schon Stationen geschlossen werden mussten.
Das ist zwar richtig, aber woher kommt dieser Personalmangel? Da ist zum Einen mal die Personalabteilung der Klinik am Eichert, die seit Jahren versucht, Personal, das sich um eine Anstellung in Geislingen beworben, hat dahingehend umzustimmen, dass sie sich doch lieber für eine Anstellung in Göppingen entscheiden um dort den Personalmangel auszugleichen. Das ging soweit, dass man den Bewerbern mitteilte, dass in Geislingen keine Stellen frei seien, sie aber gerne in Göppingen arbeiten könnten. Dass die Personalsituation in Geislingen dabei auf der Strecke blieb, interessierte dabei nicht. Man kann sich vorstellen, dass dieses Vorgehen der Anfang der Personalknappheit in Geislingen war.

Zum Anderen musste die Pflegedirektion der Helfenstein-Klinik eine Zeit lang fast täglich Personal nach Göppingen abstellen, um den dortigen Personalmangel auszugleichen, was die Personalknappheit in Geislingen noch verstärkte, sodass über kurz oder lang nichts anderes übrig blieb, dort mehrere Stationen zu schließen. Zudem tut die Personalabteilung zusammen mit der Geschäftsführung nichts, aber auch gar nichts, um Personal von außerhalb anzulocken. In anderen Kliniken wird schon längst eine Verpflichtungsprämie für neue Mitarbeiter oder eine „Einspringprämie“ bezahlt. Davon kann man In den Alb-Fils-Kliniken nur träumen. Eine Einspringprämie gab es zwar einmal, aber diese war an solch strenge Bedingungen geknüpft, dass sie kaum jemand in Anspruch nehmen konnte.

Auch beim Thema Wertschätzung liegt es bei der Personalabteilung sehr im Argen. Die Alb-Fils-Kliniken beteiligen sich z.B. an der Ausbildung zum anästhesietechnischen- und OP-technischen Assistenten, welche im Reutlinger Klinikum für mehrere Kliniken in der Umgebung stattfindet. Während von anderen Kliniken zu den Abschlussfeiern regelmäßig Vertreter mit Blumensträußen oder anderen kleinen Geschenken kommen, kommt von den Alb-Fils-Kliniken niemand. Von einem ehemaligen Kollegen, der nie, aber auch gar nie krank war, ist mir ein Fall bekannt. Dieser Kollege musste sich eines Tages einer größeren Operation unterziehen und fiel daraufhin eben mehrere Wochen aus. Prompt bekam er von der Personalabteilung eine Einladung zu einem Personalgespräch.

Oder das Verhalten der Verantwortlichen am Tag der Pflege: da fiel diesen Damen und Herren nichts anderes ein, als das Parkhaus der Klinik am Eichert für viel Geld rot zu beleuchten und in Göppingen und Geislingen ein paar Fahnen aufzuhängen. Dies ist in meinen Augen keine Wertschätzung, sondern lediglich Außenwerbung für die Kliniken. Das Personal hätte sich sicher mehr über eine Kugel Eis an diesem heißen Sommertag gefreut.

Sehr geehrte Damen und Herren, diese Aufzählung ließe sich noch weiter fortführen. Ich will mit diesen Fakten aufzeigen, dass der schlechte Zustand der Helfenstein-Klinik nicht selbstverschuldet, sondern von Göppingen aus verursacht wurde und wird. Die wahren Ursachen dafür liegen im schlechten Personalmanagement der Klinik am Eichert auf allen Ebenen, sei es Geschätsführung, Personalabteilung, Pflegedirektion oder auch manchen Chefärzten. Die Helfenstein-Klinik in Geislingen jetzt dafür „bestrafen“ zu wollen für Fehler, die in Göppingen gemacht wurden und werden halte ich für falsch.

Ich bitte, dass Sie weiterhin zum Erhalt der Helfenstein-Klinik eintreten.

Mit freundlichen Grüßen

(Name bekannt)

 

Deshalb werden wir uns auch weiterhin auf allen politischen Ebenen für den Erhalt von wohnortnahen Kliniken einsetzen. Lesen Sie hierzu auch unser Kurzprogramm zur Landtagswahl.

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